Perugia

Zugegeben, es war nicht mein bester Tag. Trotz flachem Profil musste ich beißen. Um die Dreckpfütze, die man Lago di Trasimeno getauft hat, duellierte ich mich mit eisigem Ostwind. Auch zur umbrischen Straßenbaukunst könnte ich in einem kurzen Impuls-Vortrag einige Vorschläge zur Optimierung ausrollen. Das Pavé kurz vor Roubaix fährt sich besser als das, was hier so geflickteert wird. Aber ey, wundervoll war der Tag allemal, und alte Fotografenregel: Je klarer die Luft, um so schöner die Bilder. Und dann der Höhepunkt: Nach 110 km (Ich selbsterklärtes Orientierungsgenie kann auch Umwege) eine knackige Bergankunft, innerstädtisch in Perugia. Dass mir dann die versammelten Fans nur mit dem Hintern zujubelten, das empfand ich allerdings als ungerecht. So schlecht war meine Form nun auch wieder nicht. Erkenntnis des Tages: Scamorza, der Käse, der aussieht wie Mauro Camoranesi von der Seite, Scamorza muss man backen, mit etwas Speck die kleine Form auslegen, Scamorza rein und schmelzen lassen. Legendär.

90 km, ca 1.050 Höhenmeter