Ich kann nix dafür. Adria-Bilder sind auch nicht besser. Heut ging eh manches schief, wenn man davon ausgeht, dass ich eine gemütliche Flachetappe fahren wollte. Drum zur Abwechslung nach langer Küstenfahrt geplant: Bergankunft in Macerata. Total übersehen hatte ich die innerstädtischen Berge (Marke Alte Weinsteige, nur ohne Zacke) Das ist ja Höchststrafe. Steil und in den Abgasen. Ein Himmelreich für eine Serpentine. Ich rede von Ancona. Das darf man sich vorstellen wie Stuttgart, wenn man es als ultimative S21-Lösung geflutet hätte. Wo früher Mühlhausen gewesen war, kommen jetzt die großen Dampfer rein. Staubig wär’s dann immer noch. Und steil. Mit der Idee Macerata hab ich mir’s auch nicht leichter gemacht. Diese wundervollen Dörfer und Städte thronen in der Marken majestätisch auf den Höhenzügen. Wie draufgetupft. Dreimal hab ich von unten gedacht: Das ist jetzt aber Macerata. Dreimal falsch gedacht. Das Örtchen war immer toll, aber dahinter ging’s auch immer toll wieder runter. Ein Schild warnte vor 18%. Meinen ersten zaghaften Versuch der Abfahrt hab ich sofort wieder abgebrochen. Erstmal Scheibenbremsen nachziehen. Erkenntnis des Tages: Wo’s 18 % runter geht, geht’s auch gern mal 18 % wieder rauf. Also zieh ich den Joker. Spontaner Ruhetag ist dringend geboten. Den verbringe ich komplett in der Osteria dei fiori. Ich muss ja keinen Giro gewinnen.

131 km, ca. 1500 Höhenmeter

Sirolo
Montelupone
Macerata