Paso di Raticosa

Puh, trotz Ruhetag schwere Beine. Und dann auch noch zwei Appenin-Pässe heute. Der Paso di Raticosa lag noch in der Sonne. Aber schon unten am Passo di Gioco wurde es feucht. Wer Bilder von der heutigen Etappe des großen Giro gesehen hat: ich war nur 100 km davon weg. Also triefnass. Aber egal wie: Das Schönste ist immer der Zieleinlauf. Heute ganz besonders. In meinem kleinen Toscana Palazzo wurde Kommunion gefeiert. Alle Hundert der Großfamilie hatten sich anständig rausgeputzt. Gestört hat eigentlich nur so ein Typ in Radklamotten, der eine Spur Tropfwasser hinter sich her zieht. Mein Zimmer war direkt hinter der Festtafel. Bravo. Die Gesellschaft mutete durchaus adelig an. Ich hatte immerhin blaue Lippen von der letzten langen Regenabfahrt. Erkenntnis des Tages: Auch wenn man der Sonne entgegen fährt, können die Wolken schneller sein.

95 km, ca. 1350 Höhenmeter