Langsam beginnt sich mein Giro di San Marino den Namen zu verdienen. Stop gleich an der ersten Bar in Italien. Dann entlang der Drei Zinnen Rückseite nach Toblach. Gegenverkehr lässt sich besser fotografieren. Wie sich eine Stunde später herausstellen sollte, ist der obere Bildteil der Wichtige. Wie im letzten Jahr empfängt mich das Land der Sonne mit einer zünftigen Dusche. Nach 30 Kilometer Freistil über eine sanfte Passhöhe, erreiche ich Cortina d’Ampezzo in gut heruntergekühltem Zustand. Eigentlich wollte den legendären Drei-Zinnen-Aufstieg zum Refugio Auronzo bewältigen. Aber der Wettersturz lieferte die Ausrede. Selten war Regen auf dem Rennrad willkommener. In den Bergen nicht leichtsinnig sein. Bloß nichts übertreiben. Und jetzt kontrolliert die Beine hochlegen. Erkenntnis des Tages: Meine geplante Metamorphose vom Rouleur zu Bergziege wird weit härter als gedacht.

77 km, ca. 1270 Höhenmeter

Silian
Toblach
Cortina