Dolce fare niente hab ich heute hinbekommen. Ich wohne im Il giardino roccioso, einer Pangsion mit Familienanschluss, fünf Katzen, einem Hund und eben dem namensgebenden Garten, bei dem an jedem Pflänzchen auf einem handgeschriebenen Schild der botanische Name verzeichnet ist. Inzwischen bin ich schon so südlich, dass ich bereits zum zweiten Mal auf die herzhafte Komponente des Frühstücks verzichten muss. Das hab ich schon letztes Jahr gelernt: Je südlicher, desto zucchero. Ich nutze den Tag, um zu regenerieren. Die Stadt hilft mir. Ravenna beherbergt mehr Optiker als Osterien. Ein Optiker hängt sogar ohne jeden Zusammenhang einen Vorschlag zum besseren Antrieb ins Schaufenster. Eigentlich ein gutes Zeichen. E-Bikes werden Fashion. I like. Als weitere Starthilfe für morgen stehe ich vorhin vor der verschlossenen Tür der kultigen Enoteca, die ich mir gestern gemerkt hatte als ich schon hundemüde war. Ruhetag allenthalben. Morgen werde ich mit den Katzen aufstehen. Oder so ähnlich.