Auwald

Reiner Schlecker hat sie damals ausgegraben: die Geschichte der schlechtesten Gurkentruppe weit und breit. In den siebziger Jahren war es, als der FC Auwald durch die Niederungen der Kreisklasse rumpelte. Zweistellige Niederlagen waren an der Tagesordnung. Trotzdem traten die Auwälder mit schöner Regelmäßigkeit an, immer in der Gewissheit, dass kein Gegner sie vom letzten Tabellenplatz nicht verdrängen könne. Man könnte lachen über Auwald – oder man zollt Respekt vor ihrem großen Sportsgeist und unzerstörbaren Optimismus.

Dass diese wunderbare Geschichte im Buch „Heimspiele Baden-Württemberg“ vertreten ist, auch das ist im Grunde ein Werk von Reiner Schlecker. Die wenigen Original-Dokumente aus Auwald, die noch existieren, sind vermutlich ausnahmslos in seinem Besitz. Angeblich soll er sogar noch ein grün-weißes Trikot des FCA versteckt haben. Schlecker habe ich auch den wundervollen Abend im Ulmer Künstlerhaus zu verdanken, bei den ich einige Anekdoten aus meinem Buch erzählen durfte.

Diese kleine Bildergalerie sei nochmals Deutschlands legendärer Gurkentruppe gewidmet. Ein Bild einer Originalszene, künstlerisch bearbeitet von Reiner Schlecker, ein Originalfoto eines Kameradschaftsabends des FC Auwald, vermutlich in der Vereinsgaststätte „Forelle“, aber wer kann das noch genau sagen – und ein mehrfach kopierter Ausschnitt aus einer Zeitung, der eine vollständig angetretene Mannschaft des FC Auwald zeigt. Man kann sich der Bildunterschrift nur anschließen, die lobt: „ein Sportsgeist wie die deutsche Nationalmannschaft“.

Vielen Dank an Reiner Schlecker und den Jazzpianisten Ingo Illerdelta für die wundervolle künstlerische Begleitung und den feinen Abend im Kreise Ulmer Fußball-Feinschmecker.

 

 

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