Ach, jetzt geht das wieder los. Hab mir extra ein Designertrikot mit dynamischen Querstreifen zugelegt, damit es sportlich aussieht. Blöd nur, dass es wie alle Radtrikots eng anliegt. Man erkennt bereits manch Charakteristika eines Körpers, der seinen Leistungszenit überschritten hat. (aus Selbstschutz nicht so deutlich im Bild) Vielleicht sollte ich besser auf knallbunt umsteigen. Die scheußlichen Farben könnten von der Figur ablenken. Passend dazu trainiere ich ausschließlich in kleinen Gängen. Weil ich die großen nicht mehr treten kann – und weil’s schneller aussieht, wenn man hochfrequenter tritt. Und warum all das: Weil die diesjährige Herausforderung Giro d’Italia Nord lautet. Da stehen bekanntlich einige Hügel im Weg. Dieses Jahr gibt’s keinen astreinen Alleingang. Eine gut befreundete Bergziege wird mich auf weiten Teilen der Tour begleiten. Ihr zuliebe gehts einige Klassiker hoch. Und das, obwohl ich schon von der Innenstadt hinauf zum Fernsehturm oft die Straßenbahn nehme. Gibts eigentlich ne Tram aufs Stilfser Joch? Ich frag ja nur… Erkenntnis des Tages: Der Trainingseffekt ist eher gering, wenn man das Trikot nur in der Wohnung spazieren trägt.