Den Jahresauftakt des FV Olympia Laupheim gestaltete ich mit Olaf Nägele, der seinen Krimi „Göttle und der Kaiser von Biberach“ im Gepäck hatte. Der Krimi ist uneingeschränkt zu empfehlen. Alle Laupheimer werden schnell erkennen, dass Nägele darin auch die Geschichte vom FV Olympia Laupheim verwendet hat.

Reiner Schick in der Südwestpresse über die Live-Auftritt mit Olaf Nägele in Laupheim: „Unterhaltsam war der Abend also – vermutlich sogar unterhaltsamer als manches Fußballspiel. Ansonsten ist Bernd Sautters Auftritt in der Olympia-Gaststätte vor allem ein kabarettistisches Dribbling. Viel Erheiterung im Saal ruft das von einer Boulevardzeitung hochgepuschte „Gipfeltreffen der Gurkentruppen“ mit dem FC Auwald bei Dietenheim als einst angeblich schlechteste Fußballmannschaft Deutschlands hervor.“

 

Einer der schönsten Momente, die ich im Zusammenhang mit dem Buch genießen durfte, erlebte ich neulich im Albgaustadion in Ettlingen bei Karlsruhe. Schon als ich die Geschichte recherchierte, kam ich aus dem Staunen nicht heraus. Ich hatte erfahren, dass in den siebziger Jahren ein Mann ein Stadion im Alleingang gebaut hatte. 1o Jahre schuftete er im Albgaustadion, freiwillig, und ohne, dass er fremde Hilfe in Anspruch nahm. Als wäre das nicht schon skurril genug, gab es eine weitere Überraschung. Ich konnte den Mann noch zu seinem Werk befragen. Albert Olbrechts ist eben ein solch zäher Bursche, dass ihm der normale Alterungsprozess nichts anhaben kann. Inzwischen ist er genau 100 Jahre alt – und putzmunter.

Während inzwischen schon junge Familien beim Wohnungskauf überlegen, ob die Wohnung wohl seniorengerecht sei, lebt die Familie Olbrechts wie selbstverständlich im ersten Stock. Als mit wir mit dem Stadionbauer aufbrachen, hüpfte er die Stufen hinab, dass ich mein Hüftschaden Mühe hatte zu folgen. Im StadOlbrechts2 (3 von 3)ion angekommen, glänzten seine Augen. Zum einen lag sein Werk wunderbar in der Herbstsonne. Zum anderen strahlte die neue Tartanbahn. Der ehemalige Marathonläufer und deutsche Seniorenmeister lief gleich einige Meter im Laufschritt über die Bahn. Freilich immer mit den Händen am Rollator – das sie zur Beruhigung derjeniger erwähnt, die schon in jungen Jahren nicht auf diese Gehilfe verzichten können.

Die Geschichte des Mannes, der ein Stadion alleine gebaut hatte, wird in der nächsten Ausgabe von 11Freunde aufgegriffen. Die Long Version, die die Lebensgeschichte von Albert Olbrechts nachzeichnet, gibt’s natürlich exklusiv in „Heimspiele Baden-Württemberg“. Ich freue mich jetzt schon auf die Portraits von Janek Stroisch, die er gestern im Albgaustadion schoss.

 

 

 

 

Dieses Buch ist ein Knaller für den Fußballfan aus dem Ländle, egal ob er aus Baden oder Württemberg kommt.

Martin Kuld, ka-news.de -> Link

 

Seine „Heimspiele“ sind nicht nur eine Sammlung großer Ereignisse. Sie spiegeln den Lauf der Zeit, beleuchten gesellschaftliche Entwicklungen und bestätigen damit eine alte These: Fußball ist nicht unser ­Leben, Fußball ist für viele von uns ein Teil des Lebens wie gute Songs, bewegende ­Filme oder miese Geschäfte.

Joe Bauer, Stuttgarter Nachrichten -> Link

 

Geschichten über Funktionäre, Spieler, Trainer, Stadien und Fans. Geschichten, hätten sie sich nicht so abgespielt, möglicherweise die Geschichte verändert hätten.

Reutlinger Generalanzeiger

 

Unser Urteil fällt eindeutig aus. Für jeden Fan des Fußballs, der mehr über jenen erfahren will als nur das ewig gleiche Bundesliga-Geschreibsel der einschlägigen Medien und Autoren, ist dieses Buch ein Muss. Doch auch für nicht Fußball-affine Leser, die einen fundierten Einblick in die Geschichte des Ballsports in unserem Bundesland erfahren möchten, können wir es nur ans Herz legen.

Philipp Maisel, fupa.net ->Link

 

Ein besonderer Leckerbissen erwartet Fußballbegeisterte aus Baden-Württemberg. Autor Bernd Sautter unternimmt eine fußballerische Rundfahrt durch das Bundesland: Seine Publikation ist Reiseführer, Anekdotensammlung, Bildband und Geschichtsbuch unter einem Deckel.

Magazin imspiel

 

Sautter formuliert knackig und pointiert. Herausgekommen ist ein unterhaltsames Werk.

Manuel Kern, Stuttgarter Zeitung

Heimspiele in der SWR Landesschau. Weltklasse moderiert von Florian Weber. Kreisklasse gegroundet vom Fußballautor. Danke für den Screenshot an Berzelinho. Merci für die Unterstützung beim kleinsten public viewing der Geschichte des fischlabors und an den Bildschirmen zwischen Aurich und Upflamör.

In Stuttgart muss man Abschied nehmen. Nicht von der Bundesliga (noch nicht). Für viele Fans kommt es schlimmer. Seit langem treffen sie sich in Otto’s Vesperstüble hinterm Stadion. Die Geschichte der kultigen Bier- und Schnitzel-Baracke habe ich im Buch aufgeschrieben. Meine letzten Sätze: „… die Uhr des Vesperstübles läuft ab. Es gibt keine Chance auf Verlängerung des Pachtvertrages. Die Stadt saniert gerade das gesamte Areal. Noch weiß niemand, wie die Kultkneipe zum dritten Mal gerettet werden kann.“

Inzwischen steht fest: Nichts und niemand kann das Stüble retten. Das  Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach war eines der letzten, bei dem man die Kneipe besuchen konnte. Schon als ich das Buch schrieb, musste man befürchten, dass dieser historische Ort verschwinden würde. Insofern bin ich froh, dass ich mit meinem Werk  dazu beitragen konnte, das Vesperstüble auf immer im kollektiven Fan-Gedächtnis zu verankern.

Beim Heimspiel am Samstag durfte ich die Gelegenheit nutzen,  dem Wirt Theo Wörz am Originalschauplatz „Heimspiele“ in die Hand zu drücken. Auch die Stunden danach verliefen stilecht. Otto’s Vesperstüble eignet sich bestens, um Niederlagen bei Gerstenkaltschalen und assistierenden Kräuterlikören nach Art der Jägersmänner zu vergessen. Ob die Bierbaracke nochmal einen Sieg erleben wird? Angesichts der aktuellen VfB-Niederlagenserie bei Heimspielen darf man es bezweifeln.

 

 


Laut Wikipedia gibt es zwei berühmte Menschen, die den Namen Daniel Camargo tragen. Einen Serienmörder und einen Balletttänzer. In so fern freue ich mich, dass es der Balletttänzer ist, mit dem ich gemeinsam beim „Stadtschreibtisch“ der Stuttgarter Nachrichten auftrete. Der Tänzer ist Fußball-Fan und beim Themennachmittag „Sportbuch“ gut aufgehoben. Mehrere Bücher werden vorgestellt, unter anderem eines von besagtem Camargo, eins von Cacao, eins von Gilbert Gress und eins von Bernd Sautter. Alle Autorenlegenden sind anwesend.

Tatort: Buchhandlung Wittwer am Stuttgarter Schlossplatz, Freitag, 9. Oktober, 15.00 Uhr.

Den ersten Auftritt habe ich allerdings schon am Montag, 28. September. Die Landesschau Baden-Württemberg ist furchtlos genug, um mich ins Studio einzuladen. Es wird dort um meine intensive Vorbildung als extensiver Groundhopper gehen. Eine willkommene Gelegenheit über meine Lieblingsthemen (Stadionwürste und Fangesänge) zu philosophieren.

Zu sehen am Montag, 28. September, ab 18.45 Uhr im SWR Fernsehen.

A5 Stadtschreibtisch Aktion Herbst_Ansicht

 

 

 

Langsam wird’s spannend: Letzte Schönheitskorrekturen an den Heimspielen werden soeben durchgeführt. Der offizielle Titel Heimspiele wurde auf Anraten des Verlages und der Buchhändler in Heimspiele Baden-Württemberg verlängert – und ich frage mich, ob damit die Aufforderung verbunden ist, dass ich alsbald Heimspiele Bayern oder Heimspiele Hessen in Angriff nehmen sollte. Trotz der Verlängerung lässt der Titel nichts zu wünschen übrig, was Plakativität betrifft.

Heimspiele Titel

Schön soweit, und wie steht’s bitte um die Innenseiten? Nun, da werde ich ein heißes Wochenende verbringen. Nicht nur was die Temperaturen betrifft. Die geplanten Ausflüge zu den DFB-Pokalspielen sind gestrichen, denn das Buch liegt in seiner ganzen Pracht vor mir auf dem Tisch. 300 Seiten rotstiftige Detailarbeit am eigenen Text freuen sich darauf, erledigt zu werden. Ob ich die Freude teile, da bin ich mir noch nicht im Klaren. Im Zweifel halte ich es mit dem großen Ruhrpott-Philosophen Aki Watzke, der in der letzten Saison von seiner Mannschaft „Blut, Schweiß und Tränen“ forderte. Angesichts der aktuellen Klimazone dürften bei mir allerdings keine Flüssigkeitsreserven für Blut oder Tränen zur Verfügung stehen. Ich fühle mich, wie einmal durch den Schweißwolf gedreht.

Baden gegen Württemberg: Das Spiel des Jahres.

Aus den Lautsprechern im Stadion am Holzhof dröhnt die Championsleague-Hymne. Wenn Platini das erfährt, könnte es teuer werden. Einen solchen Andrang hat der Pforzheimer Fußball schon lange nicht mehr erlebt. 3.400 Zuschauer wollen das das letzte Spiel der Spielzeit 14/15 sehen –  für viele ist es gleichzeitig das Spiel des Jahres. Im Rückspiel der Aufstiegsrelegation zur Oberliga Baden-Württemberg stehen sich die Tabellenzweiten der Verbandsligen gegenüber. Aus Nordbaden der CfR Pforzheim, aus Württemberg der 1. Göppinger SV. Göppingen bringt einen 1:0-Vorsprung aus dem Hinspiel mit an den Pforzheimer Holzhof. Bisher setzt sich die Oberliga Baden-Württemberg in der Spielzeit 2015/16 aus 9 württembergischen Teams und 8 Mannschaften zusammen, die aus dem nord- oder südbadischen Raum kommen. Kommt der CfR Pforzheim weiter, ist die Liga völlig ausgeglichen, was die Landesteile betrifft.

Bisher ist der CfR nicht über die Rolle des ungeliebten Kindes hinausgekommen. Dar Holzhof ist das ehemalige Stadion des VfR Pforzheim, einer der zwei großen Pforzheimer Clubs, die vor einigen Jahren fusionierten, und damit den CfR bildeten. An der Fassade des Vereinsheims prangt auch noch fünf Jahre nach der Fusion das alte Wappen des untergegangen VfR. Links davor hängt sogar noch eine Plane mit der Aufschrift „100 Jahre VfR“. Man braucht nur eine Leiter und eine kleine Zange um die Kabelbinder abzuknipsen, an denen die veraltete Plane befestigt wurde. Aber in den letzten fünf Jahren hatte offenbar kein Mitglied eine Zange zur Hand. Das spricht Bände. Ein Alt-Fan des CfR erscheint mit einem Auswärtstrikot des ebenfalls verblichenen 1.FC Pforzheim. Niemand spürt Störgefühle. Jeder weiß: Nur wenn der neue Fusionsclub CfR endlich erfolgreich ist, wird er sich in der Stadt etablieren. Darum scheint es vor dem Spiel so, als ginge es für Pforzheim um mehr als nur um den Aufstieg. Der CfR, der immer noch als Fusionskonstrukt angesehen wird, kämpft vor allem um Akzeptanz und Unterstützung.

Die gute Nachricht für beide Vereine: Einer steigt auf. Beide Mannschaften verbinden mit Relegationsspiele keine überdurchschnittlich guten Erfahrungen. Die beiden Vorgängerclubs des CfR, das wissen alle Pforzheimer Fußballfans, waren rituelle Relegationslooser. Was der 1.FC Pforzheim und der VfR Pforzheim im letzten halben Jahrhundert ihres Bestehens an Relationsspielen und Aufstiegsrunden gegeigt hatten, passt in gebührender Ausführlichkeit in keine Vereinschronik. Immer wenn’s drum ging, zog Pforzheim den Kürzeren. Hat der CfR womöglich die Seuche geerbt? Wundern würde es niemanden. Beim 1.Göppinger SV ist die Relegationsschwäche jüngeren Datums. Göppingen war im letzten Sommer schon in diesen Ausscheidungsspielen vertreten – und zog gegen Germania Friedrichstal den Kürzeren. Die Experten behaupten, dass der CfR eigentlich favorisiert wäre. Allein vom Papier her, scheint dies nachvollziehbar. Nach der Kooperation mit dem TSV Grunbach, der seine Mannschaft aus der Oberliga zurückzog, stehen im Pforzheimer Kader zahlreiche Spieler, die bereits Oberliga-Erfahrung haben. Alle von den Grunbacher Höhen des Nordschwarzwaldes hinunter an die Enz gewechselt, wo nun der erste Anlauf genommen wird, die große alte Fußballtradition der Goldstadt wiederzubeleben. In dieser Hinsicht scheint die Qualifikation für die Oberliga das Mindeste, was der CfR erreichen sollte.

Vom Anstoß weg läuft erstmal alles wie erwartet. Pforzheim drängt. Göppingen steht tief. In der 18. Minute fliegt eine Flanke in den Göppingen Strafraum, die Daniel Calo zum 1:0 verwandelt. Der auffälligere der beiden CfR-Stürmer ist eigentlich sein Sturmpartner Dominik Salz, und das liegt nicht nur am Rugby-Kopfschutz, den er in Cech-Manier trägt. Von Salz geht ständig Gefahr aus, wenn er den Ball führt. Aber er führt ihn immer seltener. Das Gegentor weckt Göppingen, die bis zum Halbzeitpfiff feldüberlegen sind. Auch in der zweiten Halbzeit sieht es lange so aus, als würde Pforzheim auf passablem Niveau den Aufstieg verpassen. Druckvoll spielen nur die Gäste aus Württemberg. Sie erzielen sogar ein Tor, aber in der Tat liegt der Schiedsrichter richtig, als er entscheidet, dass es mit der Hand über die Linie gedrückt wurde. Eigentlich hat Göppingen nur Problem: Kopfballstärke. Nach einem Eckball für Pforzheim kommt Manuel Salz mit seinem Rugby-Helm frei zum Kopfball. 2:0. Auch das 3:0 kurz vor Schluss fällt, nachdem der CfR zwei Kopfballduelle im Göppingen Strafraum klar gewinnen konnte.

Mit freundlichem Kopfnicken und höflichen Applaus goutieren die Pforzheimer Zuschauer den größten Erfolg der jungen Vereinsgeschichte des CfR. Das unvermeidliche Wearethechampions dröhnt durchs Enztal. Danach auch die neue Clubhymne. „Der Club und die Rassler – auf ewig verwoben, gemeinsam kämpfen, das Ziel geht vor,“ so wird es auf Schlagerniveau beschworen. An den Lautsprechern liegt’s nicht, trotzdem ist die Botschaft noch nicht überall angekommen, dass der CfR die doppelte Kraft besitzt, eben die von 1.FC Pforzheim und VfR Pforzheim. Aber ein Anfang ist gemacht, denkt sich der Pforzheimer heimlich. Vielleicht wird es doch noch was, mit der Wiederauferstehung. Und möglicherweise gründet sich bald ein sogar mal ein CfR-Fanklub. Eventuell könnte es sogar sein, dass die Fußballkultur wieder im Enztal Einzug hält. Derlei Träume haben im letzten Saisonspiel 14/15 wieder Nahrung bekommen. Lange kann man es sich nicht mehr erlauben, einfach die Championsleague-Hymne zu spielen. In der nächsten Saison hören wieder ein paar mehr zu, was sich in Pforzheim tut. Und möglicherweise war der tiefe Fall allein schon deshalb hilfreich, weil man da unten, in der Relegation zur Oberliga, endlich die traditionelle Schwäche in Entscheidungsspielen besiegen konnte.

Von der Damen-Toilette in die Verlagsbroschüre

Die Mannschaft von Union Böckingen ist in vielerlei Hinsicht legendär. In den späten Zwanzigern und frühen Dreißiger Jahren waren sie eine der beherrschenden Mannschaften in Württemberg – auf Augenhöhe mit den Stuttgarter Kickers, dem VfB Stuttgart oder dem 1.FC Pforzheim. Gastspiele in Böckingen waren gefürchtet. Da gab’s immer gut auf die Socken. Die Union spielte Arbeiterfußball im Klischeesinne. Gradlinig bis rustikal. Anhand Heilbronner Derbys lässt sich schön beweisen, dass Ausschreitungen keine Erfindung des modernen Fußballs sind. Sie sind beinahe so alt wie die Sportart selbst. In Heilbronn wurden in den Zwanziger Jahren schon Spiele abgebrochen. Es soll Regenschirme von der Tribüne geregnet haben, sagt man. „Elf Spieler machen ein Dorf berühmt“, titelte eine Berliner Illustrierte im Jahre 1931, als die Union Württembergischer Meister wurde. In diesem Zusammenhang möchte ich mich herzlich beim Journalisten und Böckinger Union-Chronisten Siegfried Schilling bedanken. Aus dessen wundervollen Archiv stammen manche Informationen und die historischen Aufnahmen, die ich für das Buch verwenden durfte.

Mit Schillings Hilfe erscheinen also nach 80 Jahren die alten Böckinger Kicker wieder: Nicht nur im Buch, sondern auch in der Programmbroschüre des Silberburg Verlages wurden sie groß abgebildet, die stolzen Burschen des FV Union. Das Bild stammt von 1923. Eine würdige Formation, die sich für „Heimspiele“ in Reihe aufgestellt hatte. Erst wenn man genauer hinschaut, entdeckt man die Besonderheit: Warum haben sich die Herren bloß ausgerechnet vor der Damentoilette aufgestellt? Nun, an dieser Stelle muss ich zugeben, dass es mir im Laufe meiner umfassenden Recherchen nicht gelungen alle brennenden Geheimnisse der Fußballgeschichte zu einhundert Prozent aufzuklären. Trotz 280 Seiten geballten Informationen bleiben offenbar zentrale Fragen offen. Das muss man mal so stehen lassen können.

Doppelseite Verlagsbroschüre

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Die Heimspiele-Doppelseite in der Verlagsbroschüre

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Zugegeben, auch außerhalb von Baden-Württemberg sind Orte zu finden, die man aus fußballkultureller Sicht nicht auslassen sollte. Im Buch haben sie natürlich nichts verloren. Dort geht es einzig und allein um Baden und Württemberg. Darum habe ich auf dieser Site die Rubrik „Aus Wärts“ eingerichtet. Viel Spaß mit den Eindrücken aus Prag und Bologna. Apropos Bologna…

Wenn jemand fragt wohin du gehst, sag nach Bologna!
Wenn jemand fragt wofür du stehst, sag für Amore, Amore!

(Wanda, Bologna)

Der Weg zum Wildparkstadion in Karlsruhe ist der wohl schönste Spaziergang zu einem Heimspiel in Deutschland. So habe ich es im Buch aufgeschrieben, besser: abgeschrieben, denn eigentlich stammt der Gedanke von den neutralen Beobachtern des 11Freunde-Magazins. Wenn man für diese Kategorie den weltweit schönsten Stadion-Spaziergang  sucht, kommt man an Bologna kaum vorbei. Von den Innenstadt kann man den Passo di San Luca nehmen, den längsten Arcadengang weltweit. Insgesamt ist er etwa vier Kilometer lang. Wer mitzählen will: 658 Arkadenbögen müssen es am Ende sein, oben beim Heiligtum der Madonna di San Luca.

Fußballfans werden beim Heimspiel gewiss nicht aufsteigen, sondern nach der Hälfte der Wegstrecke beim Arco de Meloncello nach rechts abbiegen. Tatsächlich wurde beim Bau des Stadio dall’Ara eine Verzweigung des Passo di San Luca angelegt. Im Stile des 1715 fertiggestellten Bogenganges wurde ein Anschluss an den Eingang des Stadions angelegt. Die Tifosi können also trockenen Fußes von der Porta Saragossa an der Innenstadt bis zum Stadioneingang gelangen. Über eine Strecke von etwa zwei Kilometern. Ein weitwelt einmaliger  Stadionspaziergang. Symbolisch stark und wunderschön.

Wieso hat es keinen Aufstand der Gläubigen gegeben, die Verzweigung hätte doch als Gotteslästerung empfunden werden können? Die Antwort fällt leicht, sie ist erschreckend schlicht: Protest war damals keine Haltung, die ratsam erschien. Der Bau des „Stadio Littoriale“ wie es damals hieß, fällt in die faschistische Zeit, was man am Baustil unschwer ablesen kann. Die hochaufragenden Ränge bilden ein Mix aus kaiserlich-römischen und faschistischen Elementen. Eingeweiht wurde das Stadion dann von Mussolini persönlich. Dementsprechend sind keine fundamental-religiöse Bedenken überliefert.

1983 wurde das Stadion nach Renato Dall’Ara benannt, dem verdienten Präsidenten des FC Bologna, unter dem der FC Bologna seine größten Erfolg feierte. 1990 wurde es zur Weltmeisterschaft renoviert. Seither ist es unverändert. Im Moment wird über einen weiteren Ausbau diskutiert. Um mit modernen Stadien mithalten zu können, erscheint der Wunsch nach mehr Komfort verständlich. Trotz des schwierigen Baugeschichte der Arena bleibt zu hoffen, dass beim weiteren Ausbau auf den Erhalt der historischen Substanz Rücksicht genommen wird. Es wird kolportiert, dass der Investor vor den Maßnahmen die Fans zu den Ausbauplänen befragen möchte.

Ob dann auch der Säulengang wieder ans Stadion angeschlossen wird? Es ist zu hoffen. An keinem Bauwerk der Welt kann man die Verbindung von Fußball und Religion so klar ablesen. Es soll nicht wenige Fans geben, die inzwischen hoch zum Heiligtum marschiert sind, wo sie um eine sensible Renovierung des Dall’Ara an oberster Stelle nachgefragt haben.

Hier geht’s lang, durch den Bogengang,
mittenrein in die Bolognese.