Volle Hütte im Benninger Museum im Adler. Hier der Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung:

Seitdem der TSV Benningen 1899 im Jahr 1960 als württembergischer Meister in die oberste Amateurliga aufgestiegen war, ist für Benningen die Fußballgeschichte ein besonderes Highlight. Keine Frage, dass dieses Thema zum 30-jährigen Jubiläum des örtlichen Heimatmuseums einen besonderen Stellenwert bekam. Passend dazu fand nun die Autorenlesung mit Bernd Sautter statt, der – akribisch recherchiert und sorgfältig dokumentiert – 94 Fußballgeschichten in seinem Buch Heimspiele Baden-Württemberg zusammengefasst hat. Einige davon erzählte er im Museum im Adler vor rund 30 Besuchern.

Das Publikum ist bestens im Thema, immerhin gebe es in Deutschland gut 40 Millionen Bundestrainer, sagte Sautter ausgenzwinkernd. Der Auricher, der sich von der Mutter bereits im Alter von vier Jahren die Aufstellung der damaligen Nationalmannschaft Uruguay aus dem Kicker-Sonderheft von 1970 vorlesen ließ, kennt mittlerweile die baden-württembergischen Clubstrukturen- und Geschichten wie wohl kein anderer. Der besonderes Reiz seines Buches liegt zweifelsfrei in der Tatsache, dass der freiberufliche Werbetexter und Fußballfreak Sauter literarische Kompetenz mit fußballerischem Sachwissen kombinieren kann, sagte Museumsdirektorin Christina Vollmer. Thema des 52-jährigen ist zum Beispiel das Verbot des Frauenfußballs 1955 durch den DFB, das die zur Damenelf zusammengestellte Affalterbacher TSV-Gymnastikgruppe jedoch nicht davon abhielt, ein Benefizspiel gegen ihr Äquivalent aus Weiler zum Stein abzuhalten. Das Spiel lockte 2000 Zuschauer auf den Sandplatz am Lemberg und spülte dem Pfarrer 1000 Mark in den Kirchensäckel. Und das trotz der einheimischen Unkenrufe „Ihr spennat doch“.

Sautter hat noch viele zu erzählen, zum Beispiel davon, dass früher die Gemeinschaft und der Sport selbst im Mittelpunkt standen und nicht so sehr die Ergebnisse. Er erzählt vom VfR Heilbronn, der 1988 als Außenseiter ggen den FC Bayern München im Frankenstadion spielte, ein Spiel, das nach Sonnenuntergang abgebrochen wurde, weil es dort keine Flutlichtanlage gab, und die kurzerhand angeforderten Großscheinwerfer der örtlichen Feuerwehr dem damaligen Bayern-Trainer zufolge eher eine Barbeleuchtung glich. Aus dieser Zeit habe Jupp Heynckes den Spitznamen „Osram“ und Heilbronn den historischen Sieg mit 2:1 über den Champion davongetragen.

Der heute in Plieningen lebende Autor erzählt auch von den Errungenschaften, die der Fußball seiner Hochburg Baden-Württemberg zu verdanken hat. Cannstatt sei die erste Stadt gewesen, in der man Fußball gespielt hatte. Das war bereits 1865, noch bevor in England nach Trennung nach Trennung des Fußballs vom Rugby die offiziellen Regeln eingeführt wurden. „Wir waren die ersten“, kosntatiert er mit Leidenschaft, die den ganzen Abend über spürbar ist. Auf die Idee, die Handschuhe des Torwarts mit einer rutsch-hemmenden Latex-Auflage zu bekleben, kam das Metzinger Unternehmen Reusch. Selbst Tipp-Kick ist eine hiesige Erfindung.

Von diesem Spiel wird im nächsten Buch eine Geschichte über Hirschlanden zu finden sein. Auch für Benningen ist ein Kapitel reserviert, für das Sautter an diesem Abend ergänzend noch ein Interview mit Rudi Entenmann führte, der 1961 zum VfB Stuttgart wechselte. Für seine Heimat-Fußball-Bücher ist ihm offenbar kein Aufwand zu groß. So hat er das gesamte unglaubliche Leben Albert Olbrechts recherchiert und in Interviews mit dem damals 99-jährigen nachvollzogen, wie ein einzelner Mensch innerhalb von zehn Jahren in Ettlingen ein ganzes Stadion ohne fremde Hilfe bauen konnte. Auch hier gilt: Der Fußball macht’s möglich. Denn diese Geschichte ist wirklich wahr, wie alles, was der schwäbische Patriot Sautter in liebevoller Kleinarbeit an Bildern und Anekdoten für knapp 300 großformatige, farbig bedruckte Seiten zusammengetragen hat. Dies, damit das Ländle in Sachen Fußballliteratur im deutschlandweiten Vergleich endlich auch mithalten kann. Es ist im Silberburgverlag erschienen.

Autorin für die Ludwigsburger Kreiszeitung: Sabine Krell

Fußball im Heimatmuseum? Aber natürlich. Dort gehört er auch hin. Natürlich ist das gute Spiel auch auf dem Dorf ein hochbindender Kitt, der die Menschen zusammen hält. Darum ist die Ausstellung im Benninger Museum im Adler unbedingt sehenswert. Wer am Donnerstag, den 11.4. nichts anderes vorhat: An diesem Abend gibt’s nicht nur die Ausstellung, sondern auch noch eine Lesung.

Lesung Heimspiele Baden-Württemberg im Museum im Adler in Benningen: 11. April ab 19.30 Uhr

Auf die Lesung in Benningen freu ich mich ganz besonders – und das liegt nicht nur am schönen Benningen und der wundervollen Fußballausstellung, in deren Mitte ich einige Texte vorspielen darf. Die Vorfreude ist deshalb so groß, weil ich die Gelegenheit nutzen kann, aus dem Skript vom neuen Buch vorzulesen. Manche Kapitel aus dem neuen Werk „Fußballheimat Württemberg“ passen wundervoll in dieses kleine, aber schicke Heimatmuseum. Für Fußballheimat Baden-Württemberg bin ich mehr als ein Jahr über die Dörfer gefahren und habe dort einige Geschichten ausgegraben, die zu Unrecht niemals aufgeschrieben wurden. In Benningen werde ich einige neue Kapitel aufschlagen – wobei eines davon tatsächlich in Benningen spielt.

Zur Website der Veranstaltung: www.museum.in-adler.de

Schön, wenn Buch einen Anstoß gibt, die angesprochenen Themen noch etwas zu vertiefen. Das Verhältnis von Fußball und Heimat ist aktueller denn je. Die Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin hat eine viel beachtete Veranstaltung daraus gemacht. Neben meiner Wenigkeit waren geladen: der Journalist Christoph Ruf, Fritz Keller (Präsident des SC Freiburg) und Dirk Zingler (Präsident von Union Berlin). Jessi Wellmer hat moderiert.

Hier einige Bilder und Zitate:

Dirk Zingler: “Die Verantwortung der Vereine ist, für etwas zu stehen, ein klares Wertegerüst zu bieten. […] Uns geht es um ‘Fußball pur’, aber Fußball ist nicht nur das Spiel, sondern auch ein soziales Miteinander auf den Rängen.”

Fritz Keller: Der Fußball hat etwas. Wir möchten wirklich alle haben, aber sie müssen mit den Werten leben, die wir vorleben. Es gibt auch eine Chance. Gerade für Leute vom Rand der Gesellschaft, die orientierungslos sind, die sind bei uns herzlich willkommen, sie müssen aber lernen mit unseren Werten umzugehen. Das ist unsere gesellschaftliche Verpflichtung.“

Christoph Ruf: „Es geht um das Stadionerlebnis. … Für mich ist Fußball auch Heimat … Was Fußball auch leistet, ist dieses Gemeinschaftserlebnis, das du vor dem Fernseher nicht hast. … Ich glaube, das hat ganz viel damit zu tun, wie sich die Fans selbst organisieren und kann nur bedingt vom Verein beeinflußt werden.“

Wer etwas Zeit mitbringt: Einfach auf das untere Bild klicken, dann gibt’s den Mitschnitt in voller Länge. Bitte nicht erschrecken, ich hatte das Vergnügen zu beginnen.

Genauer gesagt: in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin. Ziemlich coole Location, muss ich schon sagen.

Schön, wenn mein Buch immer wieder Anstösse zum Nachdenken liefert. Und das sogar über die Grenzen von Württemberg und Baden hinaus. Dass dabei ein kleiner Auftritt in Berlin für mich abfällt, darüber kann ich als Schwabe nicht meckern.

Um was geht’s: Heimspiele bekommt einen Hashtag und wird zu #MeinHeimspiel. Unter diesem Motto steht ein Abend in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg in Berlin, an dem wir der Frage nachgehen, was Fußball und Heimat miteinander zu tun haben. Konkret: Was gibt mir mein Drittligist und was kann mir Neymar nicht geben?

Auf der Bühne lauter Prominenz. Fritz Keller (Präsident des SC Freiburg) Christoph Ruf (Fan und Journalist) und Dirk Zingler (Präsident des 1. FC Union Berlin). Und ich (nicht so promiment). Moderation hat Jessi Wellmer von der ARD Sportschau.

#MeinHeimspiel
Vertretung des Landes Baden-Württemberg beim Bund
23. Januar, ab 18.30 Uhr

Danke an Steffenz für’s Beitragsbild via Pxhere

Eigentlich nicht schlecht, dass das Badische Tagblatt seine Kritik in eine Novemberausgabe gepackt hat. Passt gut für das Weihnachtsgeschäft, in dem üblicherweise mehrere zehntausend „Heimspiele Baden-Württemberg“ verschenkt werden. Vorteil, wenn man das Geschenk im November kauft: Man kann es vorher selbst lesen.

Der FC PlayFair! hat eine seine Thesen zu einer zeitgemäßen Interpretation des Fairness-Begriffs vorgestellt. Sehr guter Verein, dieser FC PlayFair! – das sag ich, obwohl ich als befangen gelten darf. Hier unsere Thesen im O-Ton.

Im Englischen gibt es den Begriff „Sportsmanship“, er bedeutet, sich beim Sport und auch generell wie ein Sportsmann zu verhalten. Oder eine Sportsfrau. Sportlich fair bleiben. Am deutlichsten zu sehen ist ein solches Verhalten im Fußball bis heute in der englischen Premier League: Schwalben sind dort immer noch verpönt. Sogar die Fans der Heimmannschaft pfeifen eigene Spieler konsequent aus, wenn diese versuchen, durch unfaires Verhalten einen Freistoß oder Elfmeter zu schinden. Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Im Deutschen haben wir kein dem „Sportsmanship“ vergleichbares Substantiv, allenfalls ein denglisches „Fairplay“ kommt da ran.

Und weil dieses „Fairplay“ mit ausschlaggebend war bei der Gründung unseres Vereins, des „FC PlayFair! Verein für Integrität im Profifußball e.V.“, ist dieser Text ein Plädoyer für mehr Sportsmanship. Im Profifußball und sonstwo. Auf und neben dem Platz.

Was wir uns unter mehr Sportsmanship, also Fairplay bzw. sportlich fairem Verhalten vorstellen, haben wir in elf Thesen formuliert.  Manchem mag die eine oder andere These romantisch, geradezu naiv vorkommen – aber angesichts einer allgemeinen Skrupellosigkeit und Verrohung der Sitten in so vielen gesellschaftlichen Bereichen wollen wir ganz bewusst daran arbeiten, die Maßstäbe wieder ein wenig zurecht zu rücken. Daher lauten unsere Thesen wie folgt (die Nummerierung dient ausschließlich der besseren Übersichtlichkeit und stellt keinerlei Gewichtung dar):

  1. Fairplay heißt sportlich gewinnen – nicht um jeden Preis. Wer durch überzogene Darstellungen nach einem Foul oder durch Schwalben versucht, die Regeln zu seinen Gunsten auszulegen, der handelt nicht clever, sondern unfair.
  2. Fairplay ist, wenn Denken und Handeln übereinstimmen. Wir tun, was wir sagen.
  3. Fairplay ist Respekt vor dem Gegner, Anerkennung für den Sieger und Achtung des Unterlegenen. Also z.B. Anwesenheit bei der Siegerehrung, und keine verhöhnenden Sprechchöre.
  4. Fairplay bedeutet die vorbildliche Umsetzung der Werte, auf denen unsere Gesellschaft beruht, also u.a. Schutz von Minderheiten, Chancengleichheit und die Möglichkeit, dass jeder ohne Einschränkungen am Sport partizipieren kann.
  5. Fairplay ist das aktive Hinweisen auf die Einhaltung der Spielregeln. Gegebenenfalls bis zum Sanktionieren und Entfernen unfair handelnder Personen vom Sportplatz oder Stadion (Hooligans / rechte Unterwanderung / Rassismus).
  6. Fairplay erfordert den Einbezug, die Achtung und die Teilhabe aller Personen, die am sportlichen Wettbewerb beteiligt sind. Also auch Ehrenamtliche, Schiedsrichter, Fans – selbst wenn sie mittelbar keine „Stakeholder“ sind.
  7. Fairplay ist die geregelte Teilhabe der Fans. Ein Scheinverein, der keine Mitglieder zulässt, ist demnach ein unfairer Wettbewerber.
  8. Fairplay setzt den sportlichen Wettbewerb über die Erreichung wirtschaftlicher Ziele. Wer den Sport ausschließlich mit dem Ziel der Gewinnmaximierung fördert – und seine gesellschaftliche Wirkung damit ignoriert, der handelt unfair im Sinne des Sports.
  9. Fairplay fordert von allen Beteiligten den Blick auf die Erhaltung des sportlichen Wettbewerbs, also auch nachhaltige Investitionen in die Vorbildfunktion des Sports für unsere Gesellschaft.
  10. Fairplay fordert transparente Prozesse in der Organisation des Sports. Das gilt für Verbandsentscheidungen ebenso wie für Schiedsrichterentscheidungen. Fairplay muss vorgelebt werden. Das bedeutet auch eine grundsätzliche Verunmöglichung von Korruption.
  11. Fairplay bedeutet, dass jede sportliche Handlung der Jugend zum Vorbild dienen muss.

Bernd Sautter / heimspiele / Lesung

Als ich vor vier Jahren mein Buchprojekt zum Fußball in Baden-Württemberg startete, befürchtete ich durchaus ein kleines Shitstörmle. Ich ahnte, dass Leser sich beschweren könnten, weil sie eine relevante Geschichte kennen, die man unbedingt hätte im Buch aufnehmen müssen – ohne die das Buch eigentlich nichts wert sei.

Tatsächlich habe ich manche Auslassungssünde begangen, das liegt in der Natur der Sache. Die Seiten des Buches sind leider endlich. Auf Leben und Werk der Pforzheimer Barca-Legende Emil Walter verzichtete ich, weil das Magazin 11Freunde damals die Geschichte schon perfekt aufbereitet hatte. Das alte badische Lokalderby Kuppenheim gegen Gernsbach ist hinten runter gefallen. Auch in Hohenlohe hätte ich gerne noch länger gestöbert, dieser Landstrich ist in „Heimspiele Baden-Württemberg“ gewiss nicht ausreichend gewürdigt. Um nur drei von tausend Ansatzpunkte zu nennen.

Und trotzdem: Das Shitstörmle ist bis zum heutigen Tage ausgeblieben. Stattdessen erreichen mich Mails wie die von Dieter Geiselhart. Ich werde rot und bedanke mich herzlich für das feedback

„Hallo Herr Sautter, ihr Buch habe ich zu meinem 74. Geburtstag von einem Freund, mit dem ich früher auch Fußball gespielt hatte (Sportfreunde Stuttgart) geschenkt bekommen. Ich habe einige Monate benötigt um alle Geschichten zu lesen, da der Inhalt so intensiv war , dass ich immer nur einige Passagen lesen konnte und dann alles erst mal verarbeiten musste. Zu Ihrem Buch kann ich Sie nur beglückwünschen und hoffe, dass es für Sie auch ein Erfolg wird. In meinem Fußballarchiv gibt es kein Buch, das mit einer solchen Intensität auf die Geschehnisse im BW-Fußball eingeht. Dazu noch sehr lustig (und listig) nicht verletzend und breit aufgestellt – Baden  / Württemberg  / Damen / Präsidenten / Trainer / Spiele / Plätze –alles in allem eine Zeitreise, welche man so kompakt nirgends bekommen kann. Persönlich hatte ich beruflich mit Richard Ilg (Ottos Vesperstüble) und Erlfried König (Laupheim) zu tun. Er hat es bei unserer Firma  auch versucht. Vielen Dank für das tolle Fußballbuch auch an Ihre HelferDieter Geiselhart“

Herr Geiselhart, vielen lieben Dank für Ihre freundlichen Worte. Die Anerkennung an meine Helfer ist rausgegangen, auch auch diesem Wege.

Heimspiele // Baden-Württemberg // Bernd Sautter // Fußballbuch

Wie bitte… schon zwei Jahre her, dass „Heimspiele Baden-Württemberg“ erschienen ist? Damals hatte es der Verlag im Herbst auf den Markt gebracht, weil er sich sicher war hoffte, das Buch wäre als Weihnachtsgeschenk bestens geeignet. Stimmt, aber mal ehrlich: Heute,  zwei Jahre später, ist es keine Hoffnung, sondern vielfach bewiesen: „Heimspiele Baden-Württemberg“ ist ein Klasse Weihnachtsgeschenk. Es ist schwer, gehaltvoll und garantiert nicht nullachtfuffzehn. Es freut den Beschenkten und adelt den Schenkenden. Wer möchte, kann auch Blumen dazulegen.

Wenn man „Heimspiele Baden-Württemberg“ verschenkt, kann tatsächlich folgendes passieren: In Einzelfällen freuen sich die Beschenkten darüber. Einiger dieser Fußballkenner haben mir das bereits schriftlich kund getan. Ich sage: „Herzlichen Dank für die Zuschriften. Geht runter wie ein Strich in die Dreiangel.“

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Hallo Herr Sautter,
jetzt, da die Bundesliga-Saison vorbei ist, finde ich mal wieder Zeit, um Grundsätzliches zum Fußball zu lesen. Dabei fiel mir Ihr Buch „Heimspiele“ in die Hand, in dem ich immer wieder schmökere und das ich auch schon mehrfach verschenkt habe. Nachdem ich gerade auf der letzten Seite Ihre Email-Adresse gefunden habe, dachte ich mir, ich schicke Ihnen einmal mein Kompliment und meinen Dank für diese 94 Geschichten des Fußballs in Baden-Württemberg! Sie sind ein großes Lesevergnügen und der ultimative Beweis dafür, dass der Fußball ohne die Trainer, Spieler, Schiedsrichter, Funktionäre aus dem Ländle gar nicht denkbar wäre.

Vielen Dank dafür!

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Sehr geehrter Herr Sautter,
auf Ihr Buch bin ich durch die „Badische Zeitung“ aufmerksam geworden. Ich möchte es unserem Sohn schenken, der in Hamburg dem SC Freiburg die Daumen drückt.

Inzwischen habe ich es selbst (weitgehend) gelesen und möchte mich bedanken für dieses gelungene Werk: flott und sprachlich geschliffen, mit viel Detailkenntnis, unterhaltsam, wohlwollend humorvoll u.v.m., außerdem die badische Seite angemessen würdigend (verglichen mit SWR-Sendungen wie „Sport im Dritten“). Ich werde es noch mehrmals kaufen und verschenken.

Es sei ihm der gebührende Erfolg beschieden. Ihnen wünsche ich noch weitere solcher ideenreicher Kreationen.

Viele Grüße aus Emmendingen

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Hallo Herr Sautter,
zunächst mal vielen vielen Dank für Ihr Buch „Heimspiele Baden-Württemberg“!

Mit Genuss habe ich die einzelnen Kapitel gelesen und war auch erfreut, dass es Kapitel über meine „Heimat“ gibt! Als Dillweißensteiner (Pforzheimer) haben diese Teile des Buches natürlich für mich eine besondere Bedeutung… Egal ob Schnürles, Arthur Hiller, der FCP…

Einfach DANKE dafür!

Der Einzige, der mir persönlich gefehlt hatte (Sorry dafür, aber ich finde seine Lebensgeschichte äußerst spannend…), war Emil „Emilio“ Walter (http://m.11freunde.de/artikel/der-vergessene-barca-held-aus-pforzheim?utm_referrer=https://www.google.de/), den selbst in Pforzheim nur wenige kennen…Außerdem haben wir in unserer Vereinschronik einen Spielberichtsbogen der Kegelabteilung gefunden, auf dem Mehmet Scholl wieder zu finden ist! Weiterhin viel Erfolg, Spaß und Leidenschaft bei Ihrer Arbeit und sollte ein weiteres Buch entstehen, einen Käufer haben Sie auf jeden Fall! :-D

Für das tolle Feedback sage ich: „Danke ebenfalls. Es war mir ein Vergnügen.“ An den Leser aus Pforzheim: Stimmt! Falls es einmal eine Fortsetzung geben sollte: Emilio Walter ist auf jeden Fall drin.

Jetzt mal ehrlich: Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Noch letzten Herbst hat Gress einen Besuch in Stuttgart kurzfristig absagen müssen. Jetzt kann nichts mehr dazwischen kommen. Gress kommt zurück. Sicher. Nach dem er als Fußball-Spieler bekannt, als Trainer berüchtigt, als TV-Experte geschätzt und als Show-Juror berühmt wurde (Letzteres zumindest in der Schweiz), gibt er uns jetzt im fischlabor die Ehre.

Häufig wurde in Stuttgart über eine Rückkehr von Gress gesprochen. Über fast zwanzig Jahre hinweg stand sein Name immer auf der Kandidatenliste, wenn der VfB einen Trainer suchte. Also ziemlich oft. VfB-Präsident Mayer-Vorfelder hatte den Kontakt zu seinem ehemaligen Starspieler nie abreißen lassen. Er war sich sicher: Der Publikumsliebling wird eines Tages nach Stuttgart zurückkehren. Auch den Journalisten gefiel die Idee eines VfB-Trainers namens Gress. Sie hätten ihn gerne wieder hier gehabt. Wo er war, gab es schließlich immer etwas zu schreiben. Trotz allen guten Willens: Gress kam nie wieder zurück, zumindest nicht als Trainer. Warum eigentlich?

Das – und vieles andere – werden wir ihn fragen. Beim Heimspiel mit Gilbert Gress…

am 14.3, 20.00 Uhr
im fischlabor, Ludwigsstraße 36, Stuttgart-West,
Eintritt frei

Technische Hinweise:

Reservierungen bitte per PN an mich (also hier) oder an Mike vom fischlabor. Die Plätze werden bis 19.30 Uhr freigehalten. Zu Ehren unseres Stargastes bleibt die Fußball-Loge rauchfrei (ausnahmsweise).

Jaja, ist ja schon gut, gestern Abend habe ich schon genug gesprochen – und möglicherweise auch manches, was ich besser nicht gesagt hätte. Darum bleib ich mal ganz ruhig – und gebe nur wieder, was Moritz Werz über die Podiumsdiskussion von fupa.net geschrieben hat. Trotz meiner Mitwirkung: eine sehr anregende Veranstaltung. Danke für die Einladung an Moderator Maisel von Veranstalter fupa.net, danke für die guten Bürger an das Team vom SV Eintracht Stuttgart. Hier der Bericht von Moritz Werz:

„Die Atmosphäre im Amateurfußball ist einfach toll“

4688489Von wegen den Amateuren geht die Luft aus: „Fußball ist geil!“, sagt Bernd Sautter, ein Kenner der Szene, „wir können überall spielen – wenn es sein muss, auch auf der Obstwiese. Dann sind halt die zwei Bäume unsere Tore.“

Kurzweilig, ohne verbale Fouls, verlief die Talkrunde „Gleiche Höhe“ im Vereinsheim des SV Eintracht Stuttgart. Thema des rund 90 Minuten dauernden Gesprächs: „Quo vadis, Amateurfußball?“ Hoch droben, in Degerloch, unterm Fernsehturm, stellten Sautter, dessen Heimatklub der TSV Aurich ist, Gökhan Dogan, Trainer des Stuttgarter Bezirksligisten Sportvg Feuerbach, und Philipp Maisel, der Projektleiter des Fußballportals „FuPa“, den Reiz und die Begeisterung des Amateurfußballs heraus.

Als Vertreter des Fußball-Bezirks Stuttgart mit am Ball: Harald Müller (TB Untertürkheim). Der ehemalige rechte Verteidiger ging vor knapp 30 Zuhörern in die Offensive: „Der Fußball kommt nun mal von unten, das ist die Basis. Hier gibt es die Grundlagen. Und die Atmosphäre im Amateurfußball ist einfach toll.“

4688492Gökhan Dogan, seit März 2015 für die Nord-Stuttgarter aktiv und zuvor der sportliche Übungsleiter beim FC Stuttgart-Cannstatt, ging sogar noch einen Schritt weiter: „Man kann den Alltag und die Probleme ausblenden – das ist Fußball.“

Bernd Sautter, „Groundhopper (zu deutsch „Spiel-Hüpfer“), reist leidenschaftlich gerne, sammelt Fußballplätze und -stadien: „Wer den Virus Fußball hat, kriegt ihn zeitlebens nicht mehr los. Ich bin mir sicher: Der Fuß ist eigentlich gemacht, um gegen den Ball zu treten.“

Humoristische, kabarettistische Züge hatte die vom Fußballportal „FuPa“ wieder ins Leben gerufene Talkreihe „Gleiche Höhe“ im Guts-Muths-Weg angenommen – sportlich, gute Unterhaltung war Trumpf. Schräglage, so heißt die Betreiberfirma des Sportheims vom SV Eintracht Stuttgart. Leichte Schräglage kam in den Räumen hinterm Gazi-Stadien nur einmal auf. Als es um den strittigen Punkt ging, wie schädlich Sonntag-Nachmittagsspiele im Profibereich für den Amateurfußball sind. „Wir haben Probleme, wenn der VfB sonntags spielt“, räumte Harald Müller ein, „müssen bis zu sieben Spiele verlegen, von Vereinen, die rund um die Stuttgarter Arena zu Hause sind.“ Bernd Sautter, der so manch‘ spannende Fußball-Geschichte in Baden-Württemberg kennt, beruhigt den Bezirkschef: „Freilich könnte die DFL den Kumpels an der Basis helfen. Ich bin mir aber sicher, auch wenn die These leicht gewagt ist, der Amateurfußball wird in Zukunft wieder steigende Popularität erfahren.“

P1030585Einig waren sich die Fußball-Talker in einer anderen Sache – „Amateurfußball war früher mehr“! Einst galt das Sportheim der Vereine als der zentrale Treff, Geselligkeit war Trumpf. Die Gesellschaft, das Freizeitverhalten mag sich gewandelt haben. Angst um die Zukunft braucht sich die schönste Nebensache der Welt jedoch nicht zu machen – dem Fußball geht so schnell nicht die Luft aus.

Harald Müllers Appell: „Unsere Vereine müssen herausstellen, was sie auszeichnet. Warum dabei nicht auch andere Abteilungen mit einbinden.“

Sie haben noch nicht genug vom Amateurfußball-Talk „Gleiche Höhe“? Reinklicken: www.fupa.net

(Vielen Dank an Moritz Werz für die feinen Zeilen, merci an das Team von fupa.net für Einladung, Film und Bilder)